Altkleider-Upcycling in Afrika

Unsere Altkleider werden, nach dem sie in Altkleidercontainern oder in Kleiderkammern gesammelt wurden, in großen Altkleider-Sortieranlagen in verschiedne Qualitäten und Kategorien sortiert. Rund die Hälfte aller Kleidungsstücke gelangt auf dem Weltmarkt für gebrauchte Textilien.

Nur die allerbeste Qualität (Cremeware) bleibt in Deutschland und wird in deutschen 2nd Hand Läden verkauft. Diese Cremeware ist aber weniger als 1% aller gespendeten Altkleider. Die zweitbeste Qualität wird meist von osteuropäischen Importeuren gekauft. Erfahren Sie hier mehr über den Weg der Altkleider.

Was diesen Qualitätsstufen nicht entspricht, aber “noch tragbar” ist, gelangt über den Seeweg nach Afrika.

“Noch tragbar” bedeutet eigentlich, dass das Kleidungsstück keine Flecken, keine Löcher hat und nicht allzu abgetragen ist.

 

Die Sortierung und Qualitätskontrolle findet in Deutschland unter einem hohen Zeit- und Kostendruck statt,  so dass auch hin und wieder Kleidungsstücke mit sichtbaren Mängeln verschifft, anstatt zu Autoteppichen oder Dämmmaterial verarbeitet zu werden.

In vielen afrikanischen Ländern sind Altkleider aus Europa und den USA die erste Wahl. Der relativ niedrige Preis und die grundsätzlich höhere Qualität gegenüber chinesischen Billigprodukten, führt zu einer hohen Beliebtheit bis in die Mittelschicht. Daher lohnt es sich auch, die Altkleider vor Ort zu waschen, zu reparieren oder wie dieser Bericht zeigt “upzucyceln”.

Filam ab: 3sat Nano zeigt, wie kenianische “Fashon Designer” gerade diese minderwertige Ware upcyceln und daraus echte Schmuckstücke machen.

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