Altkleider für Flüchtlinge?

Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, um Asyl zu beantragen, hat sich 2014 deutlich erhöht. Die Krisen dieser Welt zwingen immer mehr Menschen ihre Heimat zu verlassen und hier einen Neuanfang zu wagen. Letztes Jahr kamen rund 200.000 Menschen nach Deutschland. Die Zahl hat sich gegenüber 2013 fast verdoppelt.

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Flüchtlinge müssen auch mit Kleidung versorgt werden

Deutschlandweit mussten im letzten Jahr Unterkünfte entstehen, da die bestehenden Kapazitäten nicht ausreichten. Die zuständigen Behörden mieteten Wohnungen und Hotels an, erbauten Container-Unterkünfte oder machten Turnhallen zu Schlafsälen. Doch nicht nur das Dach über dem Kopf muss errichtet werden, auch die nötige Infrastruktur muss auf die Beine gestellt werden. Die Versorgung mit Kleidung ist Thema dieses Beitrags.

Die meisten Flüchtlinge kommen nur mit wenig Habseligkeiten nach Deutschland. Kleidung haben die allerwenigsten im Gepäck. Zusätzlich ist die Kleidung, die sie tragen, von der langen Reise oft beschädigt, beschmutzt und abgetragen.

Viele Bürgen wollen helfen

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Zum Glück sind Flüchtlinge in Deutschland willkommen. Von wenigen Idioten Ausnahmen abgesehen, zeigen viele Bürger großes Engagement und wollen direkt helfen. Die Neuankömmlinge mit Kleidung aus dem eigenen Kleiderschrank zu versorgen ist eine häufige und gut gemeinte Hilfe. Die ausrangierte Kleidung wird in Säcke verpackt und direkt von den Spendern im Wohnheim abgegeben. Doch diese Engagement ist weniger hilfreich, als es auf den ersten Blick erscheint. Dies hat folgenden Hintergrund:

1. Die Verwaltung vor Ort kann die Verteilung der Kleidung nicht übernehmen, da oft keine Kapazität dafür frei ist.

2. Die gespendete Kleidung entspricht nicht den Bedürfnissen vor Ort.

3. Kleidung kann, auch aus Platzgründen, nicht sortiert und gelagert werden.

Der Weg über Kleiderkammern ist kein Umweg

Es ist also besser, wenn das existierende System der Altkleidersammlung und -ausgabe genutzt wird. In den allermeisten Städten und Gemeinden gibt es Kleiderkammern vom DRK, den Maltesern, der AWO oder der Caritas. Deren Mitarbeiter haben eine langjährige Erfahrung in der Versorgung von hilfsbedürftigen Menschen. Andererseits kennt die Verwaltung von Flüchtlingsheimen bzw. kennen die betreuenden Sozialarbeiter die Adressen der Kleiderkammern.

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Im Fazit bedeutete dies: Bringen Sie Ihre Kleidung besser wie gewohnt zu einem legalen Altkleidercontainer oder zu einer Kleiderkammer. Eine direkte Anlieferung ist gut gemeint, stiftet aber wenig Nutzen. Dies gilt übrigens auch für Spielzeug und Möbel. Falls Sie eine Ausnahme kennen, nutzen Sie unser Formular, um den Standort zu übermitteln.

Die Standorte für legale Altkleidercontainer und Kleiderkammer finden Sie über unsere Suche.