Altkleidercontainer in Hamburg – Stadtentwicklung bremst Stadtreinigung

Auch die Stadt Hamburg will ins lukrative Geschäft mit den Altkleidern einsteigen. 1000 zusätzliche Altkleidercontainer würde die Stadtreinigung in Hamburg gerne aufstellen, um die 14.000 Tonnen Altkleider, die jährlich im Restmüll landen, zu reduzieren. Doch diese zusätzlichen Container bedeuten auch Konkurrenz für bestehende Sammelunternehmen wie z.B. dem DRK oder der Kleiderkammer Wilhelmsburg. Diese Zahl wurde daher zunächst auf 300 bis 500 nach unten korrigiert. Nun wurde bekannt, dass auch diese Anzahl an Altkleidercontainer nicht genehmigt wurde – sondern nur 20.

Sehen Sie hier einen Beitrag des NDR vom 2.7.2013

Altkleidercontainer Hamburg

Hamburg will Altkleidercontainer aufstellen

Altkleider sollen Müllgebühren stützen

Der Stadtreinigung gehe es aber nicht darum, Gewinne zu erzielen:”Das Geld, das wir durch den Verkauf der Altkleider erwirtschaften, bleibt im Unternehmen. Es soll dazu dienen, die Hausmüllgebühren zu stützen und langfristig stabil zu halten”, sagt Reinhard Fiedler von der Stadtreinigung. Es ist aber anzunehmen, dass in die Container der Stadt nicht nur Altkleider geworfen werden, die sonst im Müll landen. Die Konkurrenzsituation lässt sich nicht vermeiden, denn in die städtischen Container wird auch Kleidung gespendet, die sonst in Hamburuger Kleiderkammern abgegeben oder in Container des DRK geworfen würde.

Pilotprojekt mit 20 Standorten für Altkleidercontainer

“Recycling ist immer gut – egal wer es macht” so äußerte sich Volker Duman von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Trotzdem genehmigt die Behörde zunächst nur ein Pilotprojekt. In Rahmen dieses Piloten sollen 20 Altkleidercontainer and bestehende Depotsammelplätzen aufgestellt werden. Nach welchen Maßstäben das Pilotprojekt beurteilt wird, ist uns derzeit nicht bekannt.