Altkleidercontainer in Köln bald städtisch?

 

Altkleidercontainer der Malteser in Köln

Hier eine Liste mit den Altkleidercontainer der Malteser in Köln

Kölner Altkleidercontainer sollen eventuell bald von der Stadt selbst betrieben werden. Dies bestätigte die Sozial- und Umweltdezernentin Henriette Reker gegenüber dem Kölner EXPRESS: „Ja, wir wollen Alt-Textilien gewerblich verwerten. Die Abfallwirtschaftsbetriebe sollen die ökologischen und ökonomischen Voraussetzungen prüfen.“ Auch wenn zunächst nur ein Pilotprojekt angekündigt ist, ist es durchaus denkbar, dass große Städte wie eben Köln, Berlin, München oder Hamburg zukünftig tiefer in das Geschäft mit den Altkleidern einsteigen. Aber auch in Jena scheint es sich zu lohnen.

Altkleidersortierung in Köln bald stätisch

Altkleidersortierung in Köln bald städtisch?

Auch jetzt verdienen Gemeinden schon an der Genehmigung von Container-Stellplätzen. Aber nur, wenn der Stellplatz auf öffentlichem Grund steht und angemeldet ist. Die Einnahmen aus diesem neu entdeckten Wirtschaftszweig würden sich aber schätzungsweise verdreifachen, wenn die Stadt Köln auch den Verkauf der Altkleider aus diesen Containern in die eigene Hand nimmt. Auf eine dazu nötige Logistik, um die Altkleidercontainer zu entleeren, zu säubern und zu warten, kann die Stadt Köln dabei sehr einfach zurückgreifen.

Offiziell ist es nicht das Ziel die Kölner Haushaltkasse aufzubessern oder die Kosten der Müllentsorgung für die Bürger zu reduzieren, sondern den Anteil der recycelten Siedlungsabfälle zu erhöhen. Laut Reker landen viele Altkleider im Hausmüll oder in der Papiertonne. Wird dieses Ziel erreicht und werden Altkleidercontainer, insbesondere von karitativen Einrichtungen wie dem DRK, nicht verdrängt, bewerten wir diese Idee als positiven Schritt zu einer flächendeckenden, transparenten Altkleidersammlung und einem nachhaltigeren Umgang mit Altkleidern in unserer Gesellschaft.