Altkleider in der Kleiderkammer abgeben

Altkleider in einer Kleiderkammer abzugeben, ist ebenfalls eine Möglichkeit um sich sinnvoll von alten Klamotten zu trennen. Viele karitative Verbände sowie kirchliche Organisationen betreiben Kleiderkammern, mit dem Ziel sozial bedürftigen Mitbürgern eine kostenlose/sehr günstige Möglichkeit zu geben, sich mit Kleidung zu versorgen. Alleine das Deutsche Rote Kreuz betreibt 800 dieser Kleiderkammern.

Ist die Kleiderkammer die bessere alternative zum Altkleidercontainer?

Die Antwort auf diese Frage ist: Es kommt auf die Kleiderkammer und den Altkleidercontainer an. Die Kleiderkammern benötigen gar nicht soviel Altkleider wie bei ihnen abgegeben wird. Der “Überschuss” wird daher, genauso wie der Großteil der Kleidung aus dem Altkleidercontainer, in 2nd Hand Läden oder an Sortierbetriebe verkauft.

Eine Kleiderkammer schafft Arbeitsplätze und hält die Gewinne in der Einrichtung

Die gesammelten Altkleider aus Altkleidercontainer werden oft direkt an Sortierbetriebe verkauft. Daraus entsteht den karitativen Einrichtungen auf jeden Fall ein Gewinn, welcher wieder in soziale Projekte investiert werden kann. Der Großteil der nachfolgenden Wertschöpfung (Sortierung, Handel, Weiterverwertung, Export) wird allerdings durch wirtschaftlich denkenden Unternehmen geleistet und daher werden auch hier die Gewinne verteilt.

Karitative oder kirchliche Kleiderkammer, die die Altkleider in Eigenregie sortieren, schaffen meist “bessere” Arbeitsbedingungen als gewinnorientierte Unternehmen. Die Gewinne der Kleiderkammer können allerdings dadurch auch sinken, bzw. sogar ganz entfallen, so dass kein Geld aus der Altkleidersammlung für andere soziale Projekte übrig bleibt.