Packmee – Altkleider spenden per Post

Packmee geht mit seinem Konzept neue Wege in der Altkleidersammlung. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Kanälen über die Abgabe bei Straßensammlungen, Sammelstellen oder dem Einwurf in Altkleidercontainer, bietet Packmee seinen Nutzern die Versendung ihrer Alkleiderspende per Post an. Im Folgenden berichten wir darüber, wie genau dies funktioniert, was dabei zu beachten ist und an wen die Erlöse aus der Verwertung der Altkleiderspenden gehen.

Wie funktioniert Packmee?

Mit Packmee kann man seine Altkleider per Post spenden

“Wieso sollte ich für den Versand meiner Spende bezahlen? Da gehe ich doch lieber zum nächsten Altkleidercontainer.” wird sich der ein oder andere fragen. Bei Packmee ist der Versand allerdings unter einfach zu erfüllenden Voraussetzungen kostenlos und einen alten Karton zum verschicken der Kleider hat wohl jeder in seinem Haushalt.

Zunächst einmal packt man seine aussortierten Kleidungsstücke also ordentlich und sauber in ein versandfähiges Paket. Um einen kostenlosen Packmee-Versandaufkleber für das Porto zu bekommen, muss man dafür sorgen, dass das Spendenpaket mindestens 5 Kilogramm schwer ist. Ist diese Bedingung erfüllt, druckt man sich den Paketaufkleber einfach aus und klebt ihn auf die Sendung. Für den Altkleiderspender entstehen damit keinerlei Kosten. Nur für den Karton bzw. die Verpackung muss er selbst aufkommen. Anstatt auf eine Straßensammlung zu warten oder die Sachen zum Altkleidercontainer zu bringen, kann das Packmee-Paket auch beim Paketboten abgegeben werden. Oder aber man tritt den Gang zu einer der vielen Filialen von Hermes oder DHL selbst an.

Ablauf der Altkleidersammlung

Ablauf der Altkleidersammlung mit Packmee

Wohin gehen die Erlöse?

Hinter Packmee steht die Kapitalgesellschaft Texforcare GmbH mit Sitz in Mönchengladbach, deren vorrangiges Ziel “das Sammeln und Verkaufen trag- und gebrauchsfähiger Textilien und Schuhe sowie die kostenlose Weitergabe gebrauchter Brillen und Hörgeräte” ist. Ihre Gründer Paul Schmitz und Marco Solá erhoffen sich durch ihr System einen Rückgang der Spenden an (illegal) gewerblich operierende Unternehmen in der Altkleiderbranche, die nur ein gewinnmaximierendes Geschäft betreiben. Es sei erwähnt, dass Texforcare selbst keine gemeinnützige Organisation, sondern ein gewöhnliches Unternehmen mit einer kommerziell ausgelegten Rechtsform ist.

Die Gründer versprechen allerdings in Abgrenzung zu anderen gewerblichen Kleidersammlern, den größten Anteil ihres Gewinns zu spenden und werben mit Begriffen wie Nachhaltigkeit und Transparenz. Nachdem Packmee die Altkleiderspenden erhalten hat, werden diese – wie bei anderen gewerblichen und karitativen Einrichtungen auch – größtenteils an Sortier- bzw. Verwertungsbetriebe verkauft. Im Anschluss gelangen sie auf die Märkte für Gebrauchtkleidung in Osteuropa, Asien und Afrika.

Die daraus entstehenden Gewinne sollen mindestens zu 50% direkt an die Spendenpartner von Packmee – “RTL – Wir helfen Kindern e. V.” und “Care Deutschland-Luxemburg e. V.” überwiesen werden. Je mehr Menschen mitmachten, desto größer der Spendenanteil an den Erlösen. Das Ziel, diesen Anteil schrittweise auf  80% zu steigern, klingt ehrgeizig und sinnvoll. Bleibt abzuwarten, inwieweit das Unternehmen seine Versprechen für die Zukunft einlösen kann. Ihren Jahresabschluss möchte die Firma auf ihrer Website für alle veröffentlichen.

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