WDR: H&M gewinnt Geld und Kunden durch Altkleider

Die Kritik an der Altkleidersammlung des schwedischen Modekonzerns H&M geht weiter. Der WDR zeigte gestern einen Beitrag indem die Modekette als starke Konkurrenz für karitative Altkleidersammler dargestellt wurde.

Modekette sammelt Altkleider gegen Gutschein

H&M Altkleider

H&M “Knallharte Berechnung auf dem Altkleidermarkt”

Der Modekonzern verspricht mit der Altkleider-Sammlung Forschung und soziale Projekte zu unterstützen. Leider auf Kosten anderer Projekte, die durch die Erlöse caritativer Kleidersammlung gefördert werden. An den Altkleidern sind nämlich auch gemeinnützige Sammler interessiert (DRK, Malteser, Aktion Hoffnung, u.v.m.). Secondhand-Läden, Kleiderkammern und Sozialkaufhäuser finanzieren so ihren eigenen Arbeitsplatz und unterstützen mit dem Erlös Bedürftige. “Die kriegen jetzt alle Konkurrenz durch diese Weltkonzerne, die sowieso ihren Reibach machen und ihre Schäfchen im Trockenen haben”, glaubt Julia Boiger von der Münchener Diakonie.

“Uns als Aktion Hoffnung tut es uns weh. Wir sammeln inzwischen zum ersten Mal in unserer Geschichte weniger Kleidung und wir wollen mit den Erlösen unsere Projekte in Afrika, Südamerika und Osteuropa unterstützen und das können wir nicht mehr, wenn viele illegale Kleiderbehälter uns die Kleider weg sammeln”, beklagt Uhl von der Aktion Hoffnung.